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Selbsthilfegruppen bei Angst und Panik
In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die Angst aus eigener Erfahrung kennen. Sie hören einander zu, teilen Erfahrungen und ermutigen sich gegenseitig zu nächsten Schritten – vertraulich, auf Augenhöhe und meist kostenfrei.
Warum Selbsthilfe?
Was eine Gruppe geben kann
Verstanden werden
Hier müssen Sie nichts erklären oder beschönigen. Andere wissen aus eigener Erfahrung, wie sich Angst anfühlt.
Erfahrungen teilen
Was hat anderen geholfen? Praktische Tipps aus dem Alltag ergänzen das Wissen aus Büchern und Therapie.
Mut für nächste Schritte
Gemeinsam fällt es leichter, gemiedene Situationen anzugehen und Rückschläge einzuordnen.
In 3 Schritten
So finden Sie eine Gruppe in Ihrer Nähe
Bundesweite Datenbank nutzen
Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) bietet eine Suche nach Gruppen und Kontaktstellen.
Örtliche Kontaktstelle anrufen
Selbsthilfekontaktstellen (z. B. KISS oder SEKIS) gibt es in vielen Städten und Landkreisen. Sie kennen bestehende Gruppen und helfen bei der Kontaktaufnahme.
- Tipp: Suchen Sie nach „Selbsthilfekontaktstelle + Ihr Ort“
Angst-Selbsthilfeverband kontaktieren
Die Deutsche Angst-Hilfe e. V. (DASH) informiert über Angststörungen und vermittelt Selbsthilfeangebote – auch online.
Selbst aktiv werden
Eine eigene Gruppe gründen
Gibt es in Ihrer Nähe keine passende Gruppe? Viele Gruppen sind aus der Initiative einzelner Betroffener entstanden. Selbsthilfekontaktstellen unterstützen bei der Gründung – oft auch mit Räumen.
- Kontaktstelle vor Ort um Unterstützung bitten
- Einen festen, gut erreichbaren Treffpunkt und Rhythmus wählen
- Gemeinsame Gesprächsregeln vereinbaren (Vertraulichkeit, Ausreden lassen)
- Gruppe bekannt machen: Aushänge, Praxen, Beratungsstellen, Online-Portale
- Klar kommunizieren: Die Gruppe ersetzt keine Therapie
Häufige Fragen
Was Sie erwarten dürfen
Muss ich in der Gruppe über mich sprechen?
Nein. Sie können zunächst einfach zuhören. Jede Person entscheidet selbst, was und wie viel sie erzählt.
Kostet die Teilnahme etwas?
In der Regel nicht. Manche Gruppen sammeln kleine Beiträge, z. B. für Raummiete oder Getränke.
Wird die Gruppe von Fachleuten geleitet?
Selbsthilfegruppen organisieren sich meist selbst, ohne therapeutische Leitung. Das unterscheidet sie von Gruppentherapie.
Ersetzt eine Selbsthilfegruppe eine Therapie?
Nein. Selbsthilfe ist eine wertvolle Ergänzung – vor, während oder nach einer Behandlung. Bei einer Angststörung ist eine fachliche Behandlung wichtig.
Gibt es auch Online-Gruppen?
Ja. Einige Selbsthilfeverbände und Kontaktstellen bieten Online-Treffen an. Das kann ein guter Einstieg sein, wenn der Weg zu einem Treffen noch schwerfällt.
Gibt es Gruppen für Angehörige?
Ja, in manchen Regionen gibt es eigene Angebote für Partner:innen und Familien. Fragen Sie bei der örtlichen Kontaktstelle nach.